Bisher dokumentierte Vorfälle

Januar Vorfall – FU Berlin

  • Datum: 13.01.2017

     

    Uni: Freie Universität Berlin

     

    Studiengang: Social, Cognitive and Affective Neuroscience

     

    Dozent_in: Prof. Dr. X

     

    *gemeldet von (politische Positionierung, z.B. POC, Schwarz, weiß, …):

    verschiedene (gesamter Studiengang, größtenteils selbst als weiß identifiziert)

     

    1. Darstellung des Vorfalles

     

    *Was ist passiert? Mehrere Bemerkungen vonseiten des Dozenten.

    • Nach der Präsentation eines Papers kam (nicht wortgetreu) die Frage „Where is the main author from?“

    Antwort: „University of Mexico“

    Darauf folgte ein abschätziger Seufzer.

    • In Reaktion auf die Einwände einer Studentin zu Punkt 1) folgte ein Monolog mit Aussagen wie (nicht wortgetreu) „European Journals are being flooded with papers from China“, „For every fMRI scanner being bought by an institution here, 20 scanners are being bought in a clinic in ‚Huangjooo’ [abschätziger Tonfall]“, „Their solution is buying up major journals“, „They are taking over the research world!“

     

    Hast du dich dazu geäußert?

    • Zwei TeilnehmerInnen baten darum, die Herkunft von ForscherInnen bei der Bewertung von deren Artikeln nicht zum Thema zu machen und äußerten ihr Unbehagen.
    • Mehrere TeilnehmerInnen fragten, wo das Problem sei, wenn chinesische ForscherInnen immer mehr publizierten. Außerdem wurde hinterfragt, ob wirklich die meisten wichtigen neurowissenschaftlichen Journals chinesischen Verlagen gehörten.

     

    Welche Reaktionen hast du dazu erhalten?

    • Kein Einlenken, sondern längerer Monolog (siehe Punkt 2)).
    • Er beharrte auf dem Standpunkt und lieferte die etwas unglaubwürdige Begründung für seine Äußerungen, dass es nicht genug chinesisch sprechende Reviewer gebe, um all die Publikationen angemessen zu bewerten.

     

    Wie hast du dich dabei gefühlt?

    Obwohl keine TeilnehmerInnen aus Mexiko oder China im Kurs sind, fühlten sich die meisten sehr unwohl während dieser Bemerkungen, was auch später in einem gemeinsamen Treffen mit dem ganzen Studiengang geäußert wurde.

     

    Was ist danach passiert?

    Mehrere gemeinsame Treffen, während der das weitere Vorgehen besprochen wurde. Einigung auf eine Beschwerde an „offizieller Stelle“. (Später wurde klar, das es keine offizielle Stelle für diese Situationen gibt).

    Als wir die Koordinatoren unseres Studiengangs informierten und um irgendeine Art von Reaktion „von oben“ baten, hörten wir nur dass es keine Möglichkeiten gebe, Prof. X künftig von solchen Äußerungen abzuhalten, da er den Studiengang gegründet habe.

     

    Gab es Zeug_innen, die dich unterstützt haben?

    Mindestens 5 Leute im Kurs widersprachen dem Dozenten.

     

    1. Konsequenzen des Vorfalles

     

    Ist es zu einer Intervention gekommen?

    Nein

     

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