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November 2015 – FU Berlin

5. Dezember 2015

Uni: FU Berlin

Studiengang: Romanistik

Kurs: –

Dozent_in: Professor der Sprachwissenschaft

*gemeldet von (politische Positionierung, z.B. POC, Schwarz, weiß, …): weiß

 

1. Darstellung des Vorfalles

Was ist passiert?

Der Professor hat in einer Vorlesung das N-Wort benutzt, um eine Sprache zu bezeichnen. Anschließend hat er gesagt, das N-Wort sei zwar heute sehr negativ konnotiert, wäre aber dennoch von ihm verwendbar, da es auch mal eine nicht negative Bedeutung hatte bzw. von bestimmten linguistischen Autoren in positiver Konnotation verwendet wurde.

Als ich ihn fragte, ob er nicht meinte, es könnte rassistisch-diskriminierend aufgefasst werden, antwortete er hierauf kurz und knapp: Nein.

Hast du dich dazu geäußert?

Ja, ich habe zunächst durch einen Wortbeitrag interveniert und nach der Vorlesung in einem Gespräch zwischen mir, dem Prof und zwei Kommiliton_innen meine Kritik ausführlich dagelegt. Während dieses Gespräches hat der Prof folgendes gemacht:

  • Mein Verhalten einer ‚Sprachstasi‘ gleichgesetzt.
  • Mir unterstellt, ich hätte keine Ahnung und solle ‚erstmal Literatur lesen‘.
  • Das N-Wort weitere Male gebraucht um seinen Standpunkt zu verdeutlichen.
  • Mich unter anderem als ‚Sophist‘ bezeichnet sowie mich mit anderen pejorativen Sprechhandlungen attackiert.

Welche Reaktionen hast du dazu erhalten?

Der Professor meinte, er fühle sich zutiefst verletzt, trotzdem wolle er nicht vor irgendeiner Diskussion davon laufen.

Wie hast du dich dabei gefühlt?

Nicht ernst genommen und schlecht.

Was ist danach passiert?

Mir wurde erst zugesagt, zu Beginn der nächsten Vorlesung meinen Standpunkt darlegen zu können. Dies wurde mir dann ohne vorherige Absprache verwehrt. Stattdessen redete der Professor mit mir alleine und als ich meine Enttäuschung über sein Verhalten zum Ausdruck brachte, sagte er laut, es gehe ohnehin nur um ‚eine Kampagne mit dem Ziel ihn zu kompromittieren‘. Dann richtete er sich in etwa mit den Worten an das Auditorium der Vorlesung, dass er eigentlich ‚viel Spannendes und Tolles‘ für heute geplant habe, aber ein Kommilitone unbedingt noch seinen haltlosen Einwand in Bezug auf einen Vorfall, von dem ja wohl alle wüssten, vortragen wolle. Er bat stattdessen die Studierenden sich zu melden, wenn sie meinen Standpunkt hören wollten. Dann hat er folgendes getan:

  • Versucht, sprachwissenschaftlich den Vorwurf der rassistischen Sprechhandlung zu entkräften.
  • Sich gemeinsam mit einem anderen Kommilitonen über mich vor der gesamten Vorlesung lustig gemacht.

Gab es Zeug_innen, die dich unterstützt haben?

Die Mehrzahl der Anwesenden wirkte gelangweilt. Keine Unterstützung.

 

2. Konsequenzen des Vorfalles

Ist es zu einer Intervention gekommen?

Ich habe einen offenen Brief an die Beteiligten des Kurses geschickt.

Wie ist diese verlaufen?

Ich habe zum Teil positive Reaktionen erhalten.

 

 

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