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Mai-Juni 2014 – FU Berlin

19. Juni 2014

Datum:20.5.,27.5, 10.6

 

Uni: Freie Universität      

 

Studiengang: Philosophie                    

 

Kurs: 

 

Dozent_in: 

 

*gemeldet von (politische Positionierung, z.B. POC, Schwarz, weiß, …):

weiß, männlich*

 

1. Darstellung des Vorfalles

 

Ich habe schon eine längere mail an den antifa/interrefrat geschickt mit eine darstellung der ereignisse und zusammenhänge.Es geht aber im groben und zunächst unreflektierten gebrauch des n-wortes und in weiteren damit verbundenen rassitischen und anderen verletzungen.

 

*Was ist passiert?

 

Hier der text:

ich nehme gerade an einer Vorlesung in Fach Philosophie  teil, in der es nun in einer Sitzung (27.5), um verletzende Sprechakte ging. Dabei wurde im Zusammenhang ein Thesenpapier und Beispielblatt für verletzende Sprechakte der Dozentin ausgeteilt. Dazu hatte sie in der Vorlesung davor (20.5) kurz ein Beispiel für die Aneignung von rassistischen Wörtern durch die Betroffenen aufmerksam gemacht. Meine Positionierung ist aus einer weißen, männlichen perspektive. Zudem ist zusagen, dass sich keine einzige Schwarze Person in diesen Räumen befand(was ich auch angemerkt habe). 
Es handelte sich dabei um das englische, gesprochene/geschriebene N-wort. Dazu hat sie es mehrfach betont ausgesprochen ohne zu kontextualisieren. In der darauf folgenden Sitzung hat sie dann eben gleiches wiederholt und das nicht einmal, indem sie auf die ausgeteilten Blätter verwies. Dort standen angebliche Beispiele für die Aneignung vom rassistischem N-wort. Allerdings handelte es sich nur um ein direktes Beispiel eines Rappers, der es als Selbstbezeichnung benutzt(e). Dazu gab es ein Zitat eines weiteren Rappers, der eindeutig sagte, dass der Gebrauch des N-wortes von weißen eine rassistische Sprachhandlung ist. Zudem hat sie ein rassistischen Witz einer kkk organisation aus einem Buch eines Schwarzen Autors (randall Kennedy) als erstes auf dem Papier erwähnt und dazu noch ein lied titel von john lenon, indem auch das n-wort vorkommt. nachdem sie dass alles sehr kurz ohne weitere erklärung gemacht hat und fragen leider aus zeitgründen abgewürgt wurden, habe ich mich dann entschlossen darauf zu reagieren, da es ja auch ein großes missverständnis der dozentin sein könnte. In dem Schreiben (siehe Anhang) habe ich zunächst einiges zum reflektierten Gebrauch des N-Wortes (sowohl englisch/deutsches N-Wort) geschrieben und sie darauf aufgefordert sich für diese unreflektierte Benutzung zu entschuldigen. Aus eigener Erfahrung und da es eine vorlesung ist, die an sich offen zugänglich sein sollte, habe ich angemerkt, dass ich mein schreiben gedenke zu veröffentlichen. 
Nachdem dann es zu einer kurzen Ansage per Mail kam (in der sie das nwort wieder benutzte), gab es am dienstag eine kleinere auseinandersetzung. ich hatte extra als zeug*in eine Konilition*in mit zu vorlesung genommen. 
Zur Vorlesung: Nachdem die Dozentin sehr belächelnd damit begann kurz den brief vorzustellen, hat sie öffentlich meinen Namen in Bezug zu diesen Brief gesetzt, wodurch ich gezwungen war, dazu stellung zu nehmen. Dies alles hat sie so aufgefahren, um mich lächerlich zu machen.  Davor hat die Dozentin gemeint, ich hätte ihr gedroht, indem ich sie auffordere zu entschuldigen und den brief evtl zu veröffentlichen.(naja strategisch vlt nicht so super geplant). Naja nach einer diskussion ca 20-30 min.hat die dozentin abgebrochen um weiter mit der vorlesung zu verfahren. in dieser zeit hat sie ca. die hälfte der ganzen redezeit eingenommen.
Dabei hat sie und während der restlichen vorlesung sehr viele weitere rassistische oder sexistische Beispiele und Dinge gesagt. Ich zähl sie als dokumentation auf. 
1. Sie hat das n-wort 13 mal ausgesprochen ohne auch nur noch ansatzweise zu sagen, warum oder welchen zusammenhang. 
2. sie hat sich während der restlichen vorlesung darüber amüsiert, dass ihr ins japanisch übersetzte buch nicht „normal“ oder „wie fast alle anderen“ sprachen von vorne aufgeschlagen wird und „verkehrt herum“ gelesen wird. 
3. Sie hat von einer Konferenz berichtet, indem sie (auch im japanischen Kontext) blondinenwitze erzählt hat, weshalb danach zwei blondisierte Frauen zu ihr kamen und sich über die Verletzung beschwert oder geäußert hatten. 
4. Sie hat damit argumentiert, dass sie Randall Kennedy an die FU geholt hat, da er ein Buch über das N-Wort geschrieben hat. Dabei hat sie allen ernst gesagt, dass sie nicht wusste, dass er aus einer Schwarzen Positionierung heraus schreibt, und erst dabei oder kurz nach dem Anschreiben es festgestellt hat. D.h. sie hätte auch eine weiße Person eingeladen, die als „experte“ über das n-wort doziert. 
Zudem hat sie so getan als würde der verletzende Kontext des Wortes irgendeiner „Magie“ unterliegen.

 

Hast du dich dazu geäußert?

Siehe text

Welche Reaktionen hast du dazu erhalten?

Siehe auch text

Wie hast du dich dabei gefühlt?

Provoziert (letzte mail), nicht ernst genommen, lächerlich gemacht (fast schon gemobt)

Was ist danach passiert?

Siehe text

 

 

2. Konsequenzen des Vorfalles

 

Ist es zu einer Intervention gekommen?

Nein noch nicht bzw. der brief ist schon“eine kleine“ intervention

Wie ist diese verlaufen?

Nicht so…(siehe text)

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2 Kommentare leave one →
  1. 3. November 2014 1:10 pm

    Wie heißt die Dozentin? Ich studiere selbst Philosophie an der HU und wüsste gerne mit wem ich es zu tun habe. Ich denke, nachdem was ich gelesen habe, dass es keinen Grund gibt, sie zu schützen. Im Gegenteil, es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig warnen!

    • 3. November 2014 1:13 pm

      PS. oh FU, lese ich gerade. aber auch dort plane ich Seminare zu besuchen.

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