Bisher dokumentierte Vorfälle, Dokumentation, Uncategorized

Juli 2013 – HU

Datum:  29.05.2013 und nochmal am 05.06./ gemeldet 02.07.2013

Uni: HU Berlin

Studiengang: Geschichte

Kurs:  Vorlesung

Dozent_in:

*gemeldet von (politische Positionierung, z.B. POC, Schwarz, weiß, …): weißer Mann*

 

1. Darstellung des Vorfalles

 

*Was ist passiert?

Die Dozentin hat in der Überschrift der Sitzung (also auch mehrmals in der PP-Präsentation dazu und im Moodle-Titel der Sitzung), sowie ca. 20 Mal in der Vorlesung am 29.5. das N-Wort benutzt. Am 5.6. hat sie sich mehrmals auf die Ausführungen der VL am 29. bezogen und dabei wieder das Wort genutzt.

Hast du dich dazu geäußert?

Ich habe mich nach ca. 5 Minuten Vorlesung gemeldet (da hatte sie es schon wiederholt genutzt und mit der PPP auch groß an die Wand gebeamt) und darauf hingewiesen dass das Wort rassistisch ist und ich glaube ich habe auch gesagt dass es nicht verwendet werden sollte.

Welche Reaktionen hast du dazu erhalten?

Die Dozentin hat (meiner Wahrnehmung nach ein bisschen herablassend) sinngemäß erklärt, dass ich natürlich Recht habe und das Wort rassistisch ist, aber sie würde es ja benutzen weil das im historischen Kontext halt so genannt worden wäre und es wäre ja nicht so gemeint. Die weiß dominierte Teilnehmerinnenschaft der Vorlesung hat sich gar nicht dazu geäußert, weder in der Vorlesung, noch später mir gegenüber oder auf irgendeine Art die ich wahrgenommen hätte.

Wie hast du dich dabei gefühlt?

Ich hatte total Angst überhaupt etwas zu sagen weil es eine ziemlich große Vorlesung ist und ich glaube dass die meisten Leute dort Sprachkritik für „Übertreibung“ halten. Ich habe mich ziemlich „hilflos“ gefühlt (was ich als weißer in der Situation natürlich nicht wirklich war). Danach habe ich mich sehr schuldig gefühlt weil ich das Gefühl hatte, ich hätte nochmal was tun müssen, vor allem in der Sitzung danach als sie das wiederholt hat.

Was ist danach passiert?

Ich habe mit Freund_innen gesprochen und bin zu dem Schluss gekommen dass es nicht geht das jetzt stehen zu lassen – eine Freundin hat mich auf Uniwatch aufmerksam gemacht. Ich habe einen ziemlichen Frust über mein Studium bekommen und bemerkt, dass das Muster „Aber das wurde damals halt gesagt, ich mein das ja nicht so“ immer wieder vorkommt und Historiker_innen dazu tendieren diskriminierende Sprache mit historischer „Exaktheit“ zu legitimieren.

2. Konsequenzen des Vorfalles

 

Ist es zu einer Intervention gekommen?

 

Wie ist diese verlaufen? 

 

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