Glossar

GLOSSAR – Kritische Weißseinsforschung

Die Critical Whiteness Studies entstanden Mitte der 80er Jahre in den USA. In dieser Zeit begannen auch weiße Autoren und Wissenschaftler kritisch über Weißsein zu schreiben. Wie Grada Kilomba es bezeichnet, ist die Auseinandersetzung mit Weißsein keine Erfindung weißer Personen, sondern das Analysieren und Studieren der weißen Psyche, was seit der Kolonialzeit eine Überlebensnotwendigkeit für Schwarze und People of Color darstellte. Zu den ersten Schwarzen Wissenschaftler_innen, die sich mit Weißsein auseinandersetzten, zählen W.E.B. Du Bois, Frantz Fanon, Toni Morrison und bell hooks.

Kritische Weißseinsforschung unterscheidet sich von „herkömmlicher“ Rassismusforschung darin, dass sie den Blick nicht mehr auf „die Anderen“ oder z.B. Einzeltäter wie Rechtsextreme richtet, sondern auf die (Re)Produktion der weißen Norm und der damit einhergehenden alltäglichen Gewalt fokussiert. Es ist die Umkehrung der Perspektive von den Betroffenen des Rassismus auf die Aggressor_innen (weiße Menschen) und Strukturen, die Rassismus verursachen und von rassifizierenden Prozessen profitieren.

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