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Der AK UniWatch sucht neue Mitglieder*!

Wir suchen POC und Schwarze Personen bzw. Gruppen, die Lust haben den Arbeitskreis neu zu gestalten.

AK UniWatch wurde 2009 von Schwarzen, POC und weißen Student_innen gegründet und hatte seitdem immer wechselnde Mitglieder mit verschiedenen Positionierungen.

Momentan sind unsere Positionierungen in Bezug auf Rassismus POC, weiß und weiß-jüdisch.

Als Gruppe waren wir einige Zeit mehrheitlich weiß positioniert.

Als Anlaufstelle für Personen, die rassistisch diskriminiert werden, fehlten uns als mehrheitlich weiße Gruppe Kompetenzen und Wissen.

Damit UniWatch als antirassistische Initiative handlungsfähig sein kann, muss sich die Zusammensetzung weiter ändern und der Arbeitskreis größer werden.

Bitte meldet euch wenn ihr euch angesprochen fühlt!

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AK UniWatch – Gegen Rassismus in unseren Räumen!

UniWatch ist ein studentischer Arbeitskreis, der sich gegen Rassismus an deutschen Universitäten engagiert. Mit diesem Blog wollen wir der Unsichtbarkeit dieses Themas entgegenwirken und bilden gleichzeitig eine Plattform zur Vernetzung von Betroffenen und anderen Personen, die rassistische Strukturen und Lehrinhalte im akademischen Raum nicht schweigend hinnehmen wollen.

Hier gehts zu den Antworten auf unsere Fragenkampagne an den Berliner Universitäten!

Auf dieser Seite kannst du …

einen rassistischen Vorfall an deiner Universität melden.

zu uns Kontakt aufnehmen, wenn du bei einer Intervention unterstützt werden möchtest.

herausfinden, welche Anlauftstellen und Organisationen es noch gibt, die bei rassistischen Übergriffen beraten.

dich über Rassismus allgemein und speziell an der Uni, kritische Selbstpositionierung und vieles mehr informieren.

mehr über den AK UniWatch und unsere Arbeit erfahren.

herausfinden wie du uns unterstützen und/oder bei uns mitmachen kannst.

Literaturtipps zu den Themen Rassismus, (kritisches) Weißsein, etc., und Links, u.a. zu Organisationen, die gegen Rassismus kämpfen, finden.

uns per E-Mail kontaktieren, wenn du Anregungen, Fragen oder Wünsche hast.

AK UniWatch sucht neue Mitglieder*

18. April 2016

english version below

UniWatch ist ein studentischer Arbeitskreis, der sich gegen Rassismus an deutschen Universitäten engagiert. Wir wollen der Unsichtbarkeit dieses Themas entgegenwirken und bilden gleichzeitig eine Plattform zur Vernetzung von Betroffenen und anderen Personen, die rassistische Strukturen und Lehrinhalte im akademischen Raum nicht schweigend hinnehmen wollen.

Der AK UniWatch sucht neue Mitglieder*

Wir suchen POC und Schwarze Personen bzw. Gruppen, die Lust haben den Arbeitskreis neu zu gestalten.
AK UniWatch wurde 2009 von Schwarzen, POC und weißen Student_innen gegründet und hatte seitdem immer wechselnde Mitglieder mit verschiedenen Positionierungen. Momentan sind unsere Positionierungen in Bezug auf Rassismus POC, weiß und weiß-jüdisch. Als Gruppe waren wir einige Zeit mehrheitlich weiß positioniert. Als Anlaufstelle für Personen, die rassistisch diskriminiert werden, fehlten uns als mehrheitlich weiße Gruppe Kompetenzen und Wissen.

Damit UniWatch als antirassistische Initiative handlungsfähig sein kann, muss sich die Zusammensetzung weiter ändern und der Arbeitskreis größer werden.

Bitte meldet euch wenn ihr euch angesprochen fühlt!

Kontakt und Infos:

uni_watch@yahoo.de

english version

UniWatch is a student initiative fighting against racism at German universities.  Our aim is to make the issue visible by building a platform for people negatively impacted by racism and others who can no longer stay silent about the racist structures and teaching materials in our academic spaces.

AK UniWatch needs new members*!

We are looking for POC and Black people or groups who wish to join and reorganize the initiative.
AK UniWatch was founded in 2009 by Black, POC, and white students and has been populated by changing members with different positionings ever since. We currently position ourselves as POC, white and white-Jewish. As a group we were predominantly positioned as white for a period of time. As a predominantly white group we lacked the skills and knowledge to be a competent contact point for people who are discriminated by racism.

In order for UniWatch to be able to act as an anti-racist initiative, the composition needs to continue to change and the initiative needs to grow.

If you feel addressed and are interested please contact us!

Contact and Information:

uni_watch@yahoo.de

GLOSSAR – Politische Selbstpositionierung

15. März 2016

Warum sind politische Selbstpositionierungen wichtig?

Die Kategorien People of Color, Schwarze und Weiße sind als Teil einer Sichtbarmachungs- und Benennungsstrategie von asymmetrischen Machtverhältnissen zu verstehen. Wir als AK UniWatch arbeiten mit diesen sozio-politischen Kategorien, da sie den Alltag jeder Person als Mitglied der (deutschen) Gesellschaft prägen. Mit diesem Konzept erheben wir keinen Anspruch auf universelle Deutungsmacht. Andere Selbstbezeichnungen von Personen (z.B. als ethnisch Minorisierte) wollen wir damit nicht ausschließen.

http://www.migrazine.at/artikel/glossar-der-politischen-selbstbezeichnungen

 

November 2015 – FU Berlin

5. Dezember 2015

Uni: FU Berlin

Studiengang: Romanistik

Kurs: –

Dozent_in: Professor der Sprachwissenschaft

*gemeldet von (politische Positionierung, z.B. POC, Schwarz, weiß, …): weiß

 

1. Darstellung des Vorfalles

Was ist passiert?

Der Professor hat in einer Vorlesung das N-Wort benutzt, um eine Sprache zu bezeichnen. Anschließend hat er gesagt, das N-Wort sei zwar heute sehr negativ konnotiert, wäre aber dennoch von ihm verwendbar, da es auch mal eine nicht negative Bedeutung hatte bzw. von bestimmten linguistischen Autoren in positiver Konnotation verwendet wurde.

Als ich ihn fragte, ob er nicht meinte, es könnte rassistisch-diskriminierend aufgefasst werden, antwortete er hierauf kurz und knapp: Nein.

Hast du dich dazu geäußert?

Ja, ich habe zunächst durch einen Wortbeitrag interveniert und nach der Vorlesung in einem Gespräch zwischen mir, dem Prof und zwei Kommiliton_innen meine Kritik ausführlich dagelegt. Während dieses Gespräches hat der Prof folgendes gemacht:

  • Mein Verhalten einer ‚Sprachstasi‘ gleichgesetzt.
  • Mir unterstellt, ich hätte keine Ahnung und solle ‚erstmal Literatur lesen‘.
  • Das N-Wort weitere Male gebraucht um seinen Standpunkt zu verdeutlichen.
  • Mich unter anderem als ‚Sophist‘ bezeichnet sowie mich mit anderen pejorativen Sprechhandlungen attackiert.

Welche Reaktionen hast du dazu erhalten?

Der Professor meinte, er fühle sich zutiefst verletzt, trotzdem wolle er nicht vor irgendeiner Diskussion davon laufen.

Wie hast du dich dabei gefühlt?

Nicht ernst genommen und schlecht.

Was ist danach passiert?

Mir wurde erst zugesagt, zu Beginn der nächsten Vorlesung meinen Standpunkt darlegen zu können. Dies wurde mir dann ohne vorherige Absprache verwehrt. Stattdessen redete der Professor mit mir alleine und als ich meine Enttäuschung über sein Verhalten zum Ausdruck brachte, sagte er laut, es gehe ohnehin nur um ‚eine Kampagne mit dem Ziel ihn zu kompromittieren‘. Dann richtete er sich in etwa mit den Worten an das Auditorium der Vorlesung, dass er eigentlich ‚viel Spannendes und Tolles‘ für heute geplant habe, aber ein Kommilitone unbedingt noch seinen haltlosen Einwand in Bezug auf einen Vorfall, von dem ja wohl alle wüssten, vortragen wolle. Er bat stattdessen die Studierenden sich zu melden, wenn sie meinen Standpunkt hören wollten. Dann hat er folgendes getan:

  • Versucht, sprachwissenschaftlich den Vorwurf der rassistischen Sprechhandlung zu entkräften.
  • Sich gemeinsam mit einem anderen Kommilitonen über mich vor der gesamten Vorlesung lustig gemacht.

Gab es Zeug_innen, die dich unterstützt haben?

Die Mehrzahl der Anwesenden wirkte gelangweilt. Keine Unterstützung.

 

2. Konsequenzen des Vorfalles

Ist es zu einer Intervention gekommen?

Ich habe einen offenen Brief an die Beteiligten des Kurses geschickt.

Wie ist diese verlaufen?

Ich habe zum Teil positive Reaktionen erhalten.

 

 

Studentenwerk Vorfall August-September 2015

18. Oktober 2015
Hallo Studentenwerk,
 
wir sind UniWatch, eine Berlin-weite, anti-rassistische studentische Gruppe die gegen Rassismus an der Uni agiert. Wir intervenieren wenn es rassistische Vorfälle an der Uni gibt und dokumentieren die Vorfälle um diese (häufigen) Ereignisse sichtbar zu machen und um eine Veränderung des Status quo zu erreichen. Rassismus kommt nicht nur in Form von physischer Gewalt (z.B. Nazi-Angriffe) vor, sondern er manifestiert sich auch durch mentale und sprachliche Gewalt.
 
In weißen akademischen Räumen ist die angebliche Wissenschaftlichkeit und Objektivität das oberste Gesetz – alles wird im Namen der Akademie erlaubt. Rassistische, sexistische, ableistische und klassistische Sprache wird benutzt sofern sie „akademisch“ belegt wird und dieweiße Deutungsmacht dominiert: die weiße Akademie entscheidet was nutzbar ist und was nicht. Das führt zu einer Definitionsmacht und ist eine historische Strategie der Unterdrückung von marginalisierten Menschen und ein Zeichen für die hegemonialen Denkmuster der Universität. Sprache ist nicht getrennt von dieser Realität und fungiert als ein Repräsentationssystem (siehe Stuart Hall). Die Wiederholung von rassistischen Wörtern wie „Schwarzarbeit“ führt zu einer Naturalisierung und Normalisierung dieses Wortes, die Reproduktion wirkt wie eine Legitimation. 
 
Wir wurden darüber informiert, dass Sie den Spruch „Stelle statt Schwarzarbeit“ auf Ihren Jobvermittlungsseite benutzen. Wir wissen auch, dass Sie beschlossen haben diesen arg rassistischen (und allgegenwärtigen) Spruch nicht zu entfernen nachdem eine Studierende Ihnen die diskriminierenden historischen und politischen Wurzeln dieses Wortes erklärt hat. Wir wollten Sie ermutigen das Wort zu ersetzen (zum Beispiel mit „Stelle statt illegaler Arbeit“ oder „Stelle statt prekärer Arbeit“), da das von Ihnen verwendete Wort viele schlechte Konnotationen hat. Wenn Sie es nicht machen wollen, fordern wir Sie auf zu erklären warum Sie diese Entscheidung getroffen haben. Wir haben vor den Email-Verkehr auf unserem Blog zu veröffentlichen.  
 
Es grüßt,
 
AK UniWatch

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Hier die Emailverkehr zwischen die meldende Person und das Studentenwerk:

 

—-Ursprüngliche Nachricht—–

Gesendet: Dienstag, 4. August 2015 15:44

An: Infopoint

Betreff: Hinweis „Schwarzarbeit“

Sehr geehrte Damen und Herren,
auf Ihrer Jobvermittlungsseite befindet sich der Titel „Stelle statt
Schwarzarbeit“. Ich möchte Sie bitten, diese Formulierung zu ändern, da
sie nicht rassismusfrei ist. Nachzulesen gerne unter folgendem Link:

http://www.panafrikanismusforum.net/rassistischen-begriff-schwarzfahren.html

Ein Auszug aus dem Text des genannten Links (zuletzt abgerufen 4.8.15, 15:34 Uhr):
[…]

„Der Begriff „Schwarzfahrer“ als Bezeichnung für unehrliche oder in finanziellen Nöten befindliche Fahrgäste hat keine neutrale Bedeutung, sondern wurzelt in einer über Jahrhunderte tradierten christlich-mythisch konnotierten europäischen Farbsymbolik, die diesen binär gesetzten Farben wiederum bestimmte binäre Eigenschaften zuschreibt und hat von daher – wie viele Begriffe und Konzepte der deutschen Sprache – einen rassistisch konnotierten, ideologischen Hintergrund.

„Schwarzsein“ bzw. „Weißsein“ als jeweils soziale/politische Positionierung (da es erwiesenermaßen keine „Rassen“ gibt, sondern diese eine Erfindung von europäischen „Rassentheoretikern“ ab dem 18.Jh waren) ist ein sehr komplexes Thema. (s. hierzu Studien aus der kritischen Weißseinsforschung)
Durch die rassifizierende Differenzierung und Kategorisierung der Menschheit im Rahmen der vermeintlich wissenschaftlichen „Rassentheorien“, wurden die menschenverachtenden Praktiken des Jahrhunderte währenden transatlantischen Versklavungshandels und die Gewalt des  Kolonialismus  legitimiert. Millionen von Afrikaner_innen fielen diesen Verbrechen zum Opfer.

„Schwarzsein“ bzw. „Schwarze_r zu sein“ ist und war keine Selbst-Bezeichnung der Afrikaner_innen, sondern stellen von außen aufoktroyierte Begrifflichkeiten in Abgrenzung zum eigenen konstruierten Weißsein dar.

Schwarz als Farbempfindung, die beim Fehlen eines Farbreizes entsteht, also als Abwesenheit von Licht jeglicher Wellenlänge, ist mit seinen zahlreichen negativen Bedeutungszusammenhängen wie  z.B.“Schwarzfahren“, Schwarzarbeit, schwarz sehen, schwarzer Peter, “ etc. assoziativ an das Bild von Afrikaner_innen und Menschen afrikanischer Abstammung gekoppelt.“ […]

Über eine Rückmeldung, ob Sie die Änderung vorgenommen haben, freue ich mich. Ich behalten mir vor den Schriftwechsel zu Zwecken der Dokumentation und Aufklärung zu veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Frau X

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Am 21.08.2015 um 14:02 schrieb Herr X:
Sehr geehrte Frau X,

vielen Dank für Ihre E-Mail zum Thema „Schwarzarbeit“.

Bei der Verwendung des Begriffes „Schwarzarbeit“ beziehen wir uns auf die Begriffserklärung, die unter Wikipedia mit Bezug auf das Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache zu finden ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzarbeit

Mit freundlichen Grüßen

Herr X

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Sehr geehrter Herr X,

dass Sie sich auf wikipedia bzw. das etymologische Wörterbuch beziehen
mag ja sein, aber ich möchte auch keine Wörter die z.B. im Duden oder
eben auf wikipedia stehen benutzen (und wikipedia unhinterfragt zu
nutzen wird heute schon in der Schule nicht akzeptiert, so weit ich
weiß), wenn sie rassistisch konnotiert sind. Möchten Sie sich damit
nicht auseinandersetzen?

Mit freundlichen Grüßen,
Frau X

Bitte um Unterstützung

22. Mai 2015
Wir suchen eine_n Unterstützer_in für eine Internet-Recherchearbeit bei einer konkreten Anfrage. Der AK Uniwatch hat leider momentan zu wenig Ressourcen dafür. Wenn ihr dafür Zeit habt, meldet euch!

Rassismus, Sexismus, Militarismus? Münkler-Watch an der HU

19. Mai 2015

Warum Münkler-Watch? Eine Aktions-Beschreibung

Der Professor für „Theorie der Politik“ am humboldt’schen Institut für Sozialwissenschaften in Berlin ist eine kontroverse Figur für Studierende. In wöchentlichen Abständen veröffentlichen sie kurze Zusammenfassungen seiner Vorlesung „Politische Theorie und Ideengeschichte“. Danach folgt stets ein kritischer Kommentar frei gewählter Versatzstücke aus der Vorlesung – oft mit weiterführenden Lesetipps und einer Einbettung in Münklers sonstige Tätigkeit für Militär, Politik und Medien.

Infos hier


Community Statement: “Black” Studies an der Universität Bremen/ “Black” Studies at the University of Bremen

10. Februar 2015

Lest hier das Community-Statement des Present_Tense Scholars Network: Black Perspectives and Studies Germany / Read here the Community-Statement of the Present_Tense Scholars Network: Black Perspectives and Studies Germany:

Community-Statement auf deutsch

Community-Statement in english

Lest hier Reaktion der „Black“ Knowledges Research Group Bremen / Read here the reaction of the „Black“ Knowledges Research Group Bremen:

http://www.bbs.uni-bremen.de/

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